Montag, 9. Januar 2017

Der Traum

Ich sehe dich auf deinem Hügel sitzen,
deine Gedanken sind ruhig und klar,
dein Blick ist aufs Meer gerichtet.

Stumm sitzt du dort,
umhüllt von Gefühlen,
von denen ich jedes einzelne kenne.

In deinen Augen liegt all das,
was ich spüre,
das du aber niemals aussprichst.

Ich versuche dir etwas zu sagen,
du schliesst kurz die Augen,
ich sehe, dass dein Atem schneller geht.

Ich versuche dich zu berühren,
deine Hände öffnen sich leicht,
ich sehe den Glanz in deinen Augen.

Aufgewühlt erwache ich aus meinem Traum,
ich spüre Tränen in meinem Gesicht
und weiss, dass du mich vermisst.

Meine Augen sehen deine.
Schimmerndes Grün, das sich mit deiner Stimmung wandelt.
So nah warst du mir schon lange nicht mehr.

Meine Hände spüren dich.
Lachfalten um deine Augen, die steile Kummerfalte auf deiner Stirn.
Es ist, als hätte ich sie heute Nacht berührt.

Stumm ergebe ich mich den Gefühlen,
die mich umhüllen,
von denen du jedes einzelne kennst.

Meine Gedanken sind ruhig und klar.
Wenn ich dir jetzt etwas sagen könnte, dann nur dies:
Was für eine unbeschreibliche Freude es ist, dich zu kennen.

***
geschrieben am 9.1.2017

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