Freitag, 20. Januar 2017

Dein Seelenlicht

In deiner Dunkelheit berührte ich dein Seelenlicht.
Das erschreckte dich.
So warm war es in dir schon lange nicht mehr gewesen.

Die Wärme fühlte sich gut an.
Du wolltest mehr davon.
So geborgen hattest du dich schon lange nicht mehr gefühlt.

Doch dann kam der Schmerz.
Er hatte in der Dunkelheit gewartet.
Die Wärme hatte ihn hervorgelockt.

Du standest ihm gegenüber in der Nacht.
Er liess dich nicht mehr schlafen.
Du warst nicht bereit für ihn.

In deiner Dunkelheit berührte ich dein Seelenlicht.
Das machte dir Angst.
So hell war es in dir schon lange nicht mehr gewesen.

Das Licht erfüllte dich mit Freude.
Du wolltest mehr davon.
So leicht hattest du dich schon lange nicht mehr gefühlt.

Doch dann zeigten sich deine Wunden.
Du hattest sie lange nicht mehr angesehen.
Das Licht hatte sie wieder sichtbar gemacht.

Du standest ihnen gegenüber in der Nacht.
Sie liessen dich nicht mehr schlafen.
Du warst nicht bereit für sie.

In deiner Dunkelheit berührte ich dein Seelenlicht.
Ich werde es wieder tun.
Weil ich den Menschen hinter dem Schmerz und den Wunden erkannt habe.

Du hast dich aus der Wärme zurückgezogen.
Doch der Schmerz geht nicht vorbei.
Bis du seine Botschaft verstehst und handelst.

Du bist der Helligkeit ausgewichen.
Doch die Wunden werden bleiben.
Bis du ihnen erlaubst zu heilen.

In deiner Dunkelheit berührte ich dein Seelenlicht.
Ich werde es wieder tun.
Damit du nicht vergisst, wie Liebe sich anfühlt.

***
geschrieben am 20.01.2017

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