Donnerstag, 27. Oktober 2016

Nach dem Sturm

Klar ist die Nacht.
Um mich herum die Weite des Ozeans.
Glitzernd spiegeln sich darin die Sterne,
und das Weiss des Mondes.

Ruhe herrscht.
Der Sturm ist verebbt,
das Meer hat sich beruhigt,
mein Boot ist nicht gekentert.

Der Sturm traf mich mit voller Wucht,
er rüttelte an den Grundfesten meines Seins.
Ich kauerte weinend in meinem Boot,
liess alles einfach geschehen.

Der Sturm fegte Altes aus meiner Seele,
er peitschte meine Gefühle hoch.
Ich konnte gar nicht anders,
als mich ihnen zu ergeben.

Der Sturm war gnadenlos,
er riss all meine Mauern nieder.
Er lehrte mich Geduld,
und vollkommenes Vertrauen.

Ruhe herrscht.
Der Sturm ist verebbt,
das Meer hat sich beruhigt,
mein Boot ist nicht gekentert.

Der Sturm hat meine Gefühle geklärt,
genommen, was nicht zu mir gehört.
Frieden macht sich in mir breit,
erfüllt mein ganzes Wesen.

Sanft schaukeln die Wellen mein Boot,
meine Gedanken schweifen zu dir.
Ich spüre alles durchdringende Liebe,
der Sturm hat Raum für sie geschaffen.

Aus der Tiefe meiner Seele steigt sie empor,
dehnt sich weiter bis zum Horizont.
Dankbar überlasse ich mich der Ruhe dieser Nacht,
versinke erschöpft in heilsamen Schlaf.

**

geschrieben am  27.10.2016 

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