Donnerstag, 29. September 2016

Du hast verstanden

Du schläfst nicht.
Du bist durcheinander.
Es bricht dir das Herz.

Du hast verstanden,
dass du mir diesmal so weh getan hast, dass ich mehr nicht aushalte.
Dass in dieser Liebe nicht du derjenige bist, der die Grenzen festlegt.
Dass stattdessen du mich soweit gebracht hast, dies zu tun.

Du hast verstanden,
dass ich nicht mehr ans Tor deines Palastes klopfen werde, damit du aufwachst.
Dass ich nicht mehr den Schlüssel hervornehmen werde, um das Tor für dich aufzuschliessen.
Dass ich dir nicht mehr in die Augen sehen werde, damit du siehst, wer du bist.

Du hast verstanden,
dass ich eine Entscheidung getroffen habe.
Eine Entscheidung, die nichts zu tun hat mit der Liebe, die ich für dich empfinde.
Die aber alles zu tun hat mit der Liebe, die ich für mich selber empfinde.

Du hast verstanden,
dass niemand- auch nicht du, den ich so sehr liebe - mich dazu bringen kann, mich selber wieder zu verlieren.
Dass es jetzt an dir liegt, zum Pilger deines Herzens zu werden.

Komm aus deinem Versteck hervor.
Brich auf, dich selber zu finden und zu lieben.
Meine besten Wünsche begleiten dich.

***

geschrieben am 29.09.2016

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