Mittwoch, 6. Juli 2016

Was bleibt

Der Gedanke an dich
erfüllt mich mit grosser Freude.
Unsere Geschichte mit Demut und Dankbarkeit.

Du begleitest mich seit vielen Jahren.
Ich wusste das nicht.
Oder doch, eigentlich schon.

Meist warst du an einem Ort,
wo du mir nicht zu nahe kommen konntest.
Fast hätte ich dich vergessen.

Doch jede Begegnung, jeder Kontakt mit dir,
berührte mich an jenem Ort,
an dem meine Essenz zuhause ist.

Ich fürchtete den Ort, den Du berührst,
weil dort all das liegt,
was mich verletzlich macht.

Mein Herzblut,
mein Sehnen,
meine tiefsten Wünsche.

Meine Berufung,
meine Leidenschaft,
meine unverfälschte Liebe.

All das, was seit vielen Jahren
in meinem Leben keinen Platz mehr haben durfte.
Weil ich Angst hatte.

Angst, nicht ernst genommen zu werden
Angst, zurückgewiesen zu werden
Angst, nicht gut genug zu sein für die, die ich am meisten liebe.

Angst vor dem Glück,
Angst vor dem Erfolg,
Angst davor, wirklich geliebt zu werden.

Dann sahen wir uns wieder,
in jenem heissen Sommer,
und liessen das Wunder geschehen.

Dort, wo alles seinen Anfang genommen hatte,
berührtest du diesen Ort nochmals.
Du tatst es aus Liebe zu mir.

Damit ich all die schönen Dinge sehe,
die in meinem Innern darauf warten,
sich entfalten zu dürfen.

So unbeschreiblich war dieses Wunder,
dass wir es einfach auf uns wirken liessen,
jeder für sich und auf seine Weise.

Überwältigt von unserer Begegnung,
begann ich zu verstehen.
Entschied mich, weiterhin zu fühlen.

Ich erkundete diesen Ort,
fühlte die Ängste, den Schmerz, die Dunkelheit,
begriff, dass er zu mir gehört.

Jetzt liebe ich diesen Ort,
fühle die Freude, das Licht, die Lebenslust,
weiss, dass ich ihn nicht zu fürchten brauche.

Der Gedanke an dich
erfüllt mich mit grosser Freude.
Unsere Geschichte mit Demut und Dankbarkeit.

***
geschrieben am 3.7.2016

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen