Samstag, 16. Juli 2016

Alles

Ich stehe vor dir,
in deinen Augen
sehe ich alles.

Alles, was du bist,
alles, was ich bin,
alles, was ist.

Ich tauche ein in deine Freude,
in die Weite deines Herzens.
Ich spüre das Glück im Wechsel deiner Gezeiten,
sehe die Spuren deiner Stürme und Triumphe.

Ich tauche ein in deinen Schmerz,
in die Abgründe deines Herzens.
Ich spüre die Ohnmacht im Wechsel deiner Gezeiten,
sehe die Narben deiner Kämpfe und Niederlagen.

Nackt und schutzlos voreinander,
tauchen wir ineinander ein.
Alles verbindet sich miteinander,
wird zu reiner Liebe.

Wie die Gischt der Wellen
benetzt sie unsere Seele,
tropft in ihre Rinnen
füllt die Risse in unserem Sein.

Nackt und schutzlos voreinander,
sehen wir alles,
alles, was wir sind.

Du bist vollkommen.
Ich bin vollkommen.
Wir sind alles.

***
geschrieben am 15.7.2016

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen