Dienstag, 28. Juni 2016

Heute früh

Heute früh
lag ich wach,
hörte Stille,
dort, wo soeben noch Schlaf gewesen war,
und den sanften Gesang der Sehnsucht.

Draussen
erwachten die Vögel,
ich hörte ihre Lieder.
Als sie sich mit meiner Sehnsucht verwoben,
schien mir plötzlich, du wärst hier.

In mir drin
spüre ich Zerrissenheit.
Ich bin machtlos,
wenn diese Sehnsucht mich beherrscht,
und weiss, dass auch du mit ihr ringst.

In meinem Verstand
gibt es keine Antwort.
Meine Gedanken schweigen,
sobald ich mir erlaube zu fragen,
warum du immer wieder bei mir bist.

In meiner Seele
ist nichts als Gewissheit.
Ich höre klare Worte,
dort, wo meine eigene Wahrheit liegt,
dass diese Liebe niemals enden wird.

In meinem Herz
entsteht neuer Raum,
ich spüre seine Weite,
sobald der Gesang der Sehnsucht verebbt
und ich dich gehen lassen kann.

Heute früh
lagst vielleicht auch du schon wach,
hörtest Stille,
dort, wo die Erinnerung an mich entspringt,
und den sanften Gesang der Sehnsucht.

***
geschrieben am 26.6.2016
publiziert am 28.6.2016

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